Peter Steiner, Dichter wider Willen :-)
From: Peter Steiner
Subject: Re: CHARAKTER STUDIO !!!!!!!!!
Date: 8 Mar 1998 21:29:05 GMT
>>Der Mist hieß "Clausthaler"! <bg>
>"Clausthaler" ? Ob das was zum Trinken ist?
Sicher nicht. Das sollte wohl "Klau den Taler" heißen,
oder auch
"klau's Talerchen".
Das Reimen laß' ich lieber sein,
sonst brech' ich mir nochmal ein Bein.
Ich steh' auch nicht so auf Gedichte,
auf tonnenschwere sprachliche Gewichte.
Das Versmaß kracht, der Reim der klemmt,
doch schreib ich dies hier ungehemmt,
Warum, ist schwer hier zu beschreiben,
drum laß' ich's besser auch jetzt bleiben.
Ciao,
Peter
From: Ali Ruppert
Subject: Re: CHARAKTER STUDIO !!!!!!!!!
Date: 10 Mar 1998 00:36:37 GMT
>Das Problem bei meinen Reimen,
>die so auf dem Bildschirm keimen,
>ist: Sie zieh'n an den Gebeinen,
>und Leute fangen an zu weinen.
So Peter hör! All dein Gereim
das könnte wahrlich schlechter sein.
Auch hast du Linux ja daheim
von daher werd ich treu dir sein.
>Wenn ich mit den Reimen rauf,
>flieh'n die Menschen gleich zuhauf,
>geh'n zum Ohrenstöpselkauf,
>dann verzicht ich lieber drauf.
Ach was! Das ist doch gar nicht wahr,
auch wenn es sehr bescheiden war,
die Art, wie du dich ausgedrückt
manch andren hätt' ich da zerpflückt.
>Wenn der Reim einmal gelingt,
>und auch das Versmaß mal nicht springt,
>dieses beides dann bedingt,
>daß man mit dem Inhalt ringt.
Dieses ist die Hohe Dichtkunst,
des Versmaß und des Inhalt Richtkunst
nicht jedem ist dies wohl gegeben,
doch bei dir geht es. Eben? Eben!
>Um Leute, die in Reimen denken,
>mal vom Inhalt abzulenken,
>darf man sich manchmal nichts schenken,
>und muß den Text in Reime lenken.
Frisch von der Leber hergereimt
die Teamies kräftig eingeschleimt;
die Putzfrau ist des Servers Feind
drum hau sie raus, auch wenn sie weint.
Drum muß ich wohl dich unterstützen,
das Göttergleich System hast du zu Haus
wer weiß wohl, ob es mir wird nützen,
denn Linux, ach, ich wills, doch ists ein Graus.
Nicht eNTe will ich , und nicht achtundneunzig,
der klickibunti-Schund, er tut mir weh
doch kommst nicht rum, um das System, welch ranzig
Das Fensterlgraffl, das ich so ungern seh.
Doch demnächst kommt er, ach, der neue Puter,
der alte frei, frisch formatiert das Ziel
SuSE kommt drauf, weil ich das grad so will
der neue jedoch kriegt Win95
das reimt sich nicht, weils mistig ist und scheel.
In diesem Sinne!
Ali
From: Peter Steiner
Subject: Re: CHARAKTER STUDIO !!!!!!!!!
Date: 10 Mar 1998 18:38:20 GMT
>So Peter hör! All dein Gereim
>das könnte wahrlich schlechter sein.
>Auch hast du Linux ja daheim
>von daher werd ich treu dir sein.
Reimen ist ein ulkig Sach,
formen Zeilen nach und nach.
Wenn man noch am Anfang steht,
ahnt man nicht, wie's weiter geht.
Hat man dann was hingeschrieben,
mit verschied'nen Tastenhieben,
stellt man fest (zumindest ich),
daß der Sinn von hinnen wich.
Was will der damit wieder sagen,
hör ich die Leute hier gleich fragen.
Bei den Reimen, meine Lieben,
ist der Sinn zurückgeblieben.
Ich will was sagen, schreib was hin,
und verdreh dabei den Sinn.
Hier tut der Reim mein Schreiben lenken,
an Inhalt ist da nicht zu denken.
Doch find ich, sind all' diese Sachen
recht häufig was tolles zum Lachen.
Und wenn es gefällt,
und kostet kein Geld,
warum soll man's dann nicht mal machen?
>>Wenn der Reim einmal gelingt,
>>und auch das Versmaß mal nicht springt,
>>dieses beides dann bedingt,
>>daß man mit dem Inhalt ringt.
>
>Dieses ist die Hohe Dichtkunst,
>des Versmaß und des Inhalt Richtkunst
>nicht jedem ist dies wohl gegeben,
>doch bei dir geht es. Eben? Eben!
Wie ich schon oben gesagt,
der Inhalt mich hier und da plagt.
Heut hab ich mir Mühe gemacht
und Sinn in die Verse gebracht.
>Frisch von der Leber hergereimt
>die Teamies kräftig eingeschleimt;
>die Putzfrau ist des Servers Feind
>drum hau sie raus, auch wenn sie weint.
Die Putzfrau putzt den Server fein,
denn Serverlein will sauber sein.
Putzfrau stellt mit Schrecken fest,
vom Dreck bleibt noch ein riesen Rest.
Nicht vorm Dreck kapitulieren,
um den Job nicht zu verlieren,
hatte sie sich mal geschworen,
schrieb sie hinter ihre Ohren.
Weil der Dreck sehr feste saß,
machte sie den Kasten naß.
Wasser ist zum Waschen da,
dieses ist doch sonnenklar.
Bei dem Dreck nicht lang gefackelt,
Stecker aus der Wand gewackelt,
Kasten schnell und gar nicht bange,
geöffnet mit der großen Zange,
Dann mit Wasser aus der Brause,
macht sie schnell und ohne Pause,
allem Dreck ein jähes Ende,
blitz und blank sind Serverwände.
Dann die Teile trockentupfen,
blos nicht an den Kabeln zupfen,
Kasten schließen, schnell die Schrauben,
Sauberkeit unter der Hauben.
Kasten schnell zurückgetragen,
und dann ohne zu verzagen,
Kabel wieder angeschlossen,
Sieg über den Dreck begossen.
Ciao,
Peter
From: Gisela Freimund
Subject: Re: CHARAKTER STUDIO !!!!!!!!!
Date: 10 Mar 1998 17:13:18 GMT
Hallo Peter!
>und Leute fangen an zu weinen.
Wenn Leute aus Verzweiflung weinen,
dann liegt es nicht an deinen Reimen. <g>
Du hast gerauft und auch gerungen,
das Reimen ist dir doch gelungen.
Ein jeder reimt auf seine Weise,
der eine laut, der andre leise.
>Um Leute, die in Reimen denken,
Wenn ich reim´ dann denke ich
reimt sich´s oder reimt sich´s nicht?
Wenn ich da sonst noch soll viel denken,
kann ich mir gleich das Reimen schenken. <g>
>mal vom Inhalt abzulenken,
Von welchem Inhalt willst Du ablenken? <g>
Gruß
<g>isela
From: Peter Steiner
Subject: Die Spinne (was: Re: LEXIKONSPIEL 4. RUNDE 1998 -
Wertung)
Date: 26 May 1998 23:36:41 GMT
On 26 May 1998 18:39:38 GMT, Alfred Ruppert wrote:
>Dies Grabbelvieh, ich mags nicht leiden
>und es fällt mir auch nicht schwer
>mich recht schnelle zu entscheiden
>ob links, ob rechts, ein Schuh muß her.
Eine Spinne krabbelt munter
am Schreibtischlampenkabel runter,
dann die Wand endlang, mit ihren Beinen,
zieht dabei klebrige Leinen.
Betrachten tu' ich dieses Vieh,
und überleg' mir dabei, wie
ich dieses Tier beseit'gen kann,
um wieder Ruh' zu haben dann.
Ich könnt' ja einen Schuh verwenden,
das Leben dieses Tiers beenden,
oder besser einen Hammer,
aus der großen Werkzeugkammer?
Aber nein, denn so ein Schlag,
schadet auch den Wänden arg.
Kurz mal mit der Zeitung, patsch,
und Spinn'chen wär' genauso Matsch.
Wobei, ich find', und eigentlich,
und Spinnen sind ja wiederlich,
doch andrerseits, ich weiß nicht recht,
nein, den Mord, den find ich schlecht.
Also dann auf leisen Sohlen,
schnell ein kleines Kästchen holen,
Spinne vorsichtig da rein verfrachten,
auf den Sitz des Deckels achten.
Spinne in den Garten tragen,
und ohne lange nachzufragen,
sie dann ins Gebüsch entlassen,
die leben dort ja eh in Massen.
So das war's, das hätten wir,
zufrieden Mensch und Spinnentier,
Grüße,
Peter